Kleidung und Mode

Im ausgehenden 15. Jahrhundert ist der Schneider ein wichtiger Beruf. Die Mode hatte sich im Laufe des Mittelalters zu immer körperbetonteren, komplizierteren Schnitten entwickelt, die nicht mehr von der Hausfrau zu Hause angefertigt wurden.

Der Schneider stellt die Kleidung her, die für den modebewussten Stadtbürger ein echtes Statussymbol ist. Wie aufwändig dieses Modebewusstsein war, belegen die Kleiderordnungen vieler Städte. Die Obrigkeit versuchte damit den kostspieligen, bisweilen fast ruinösen, Kleidungsstil ihrer Bürger einzudämmen.

 

 

Geldwesen und Verwaltung im 15.Jh.

 

Seit der Münzreform von 781, unter Karl dem Großen, ist Silber die Grundlage des Münzwesens im gesamten Heiligen Römischen Reich. Der Kaiser vergab an seine Reichsstädte, Fürsten und Bischöfe das Recht Münzen zu schlagen. Diese veränderten jedoch häufig die Gewichte ihrer Münzen und so gab es schon bald kein einheitliches Münzsystem mehr. 

So verwundert es nicht, dass die Münzwaage eines der wichtigsten Hilfsmittel der Kaufleute darstellte. Es entwickelte sich sogar der spezialisierte Berufsstand der Geldwechsler, der fremde Münzen in ortsansässige Münzen umtauschte.

Im 15.Jh. sind Handel und Verwaltung weit vorangeschritten. Wo im Hochmittelalter noch die ablehnende Haltung der Kirche jegliche Form der Geldgeschäfte behinderte, finden wir im Spätmittelalter, viele moderne Bestandteile des internationalen Handels: Verschiedene Formen von Beteiligungsgesellschaften, bargeldloser Zahlungsverkehr, Buchführung, Darlehen, Zinssätze, Wechselgeschäfte, Filialunternehmen und vieles mehr.

 

Küche

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Auch einer ganzen Epoche kann man so näherkommen! Dem Thema „Wie schmeckt das Mittelalter?“ widmen sich in unserem Verein einige kochbegeisterte, rauchfeste, hitzebeständige und nervenstarke Freiwillige mit großer Begeisterung. Sie verpflegen auf unseren Veranstaltungen alle Teilnehmer mit ausgesprochen schmackhaften Mahlzeiten.
 

Die Küche mit dem rauchenden Herdfeuer und dem geschäftigen Küchenpersonal ist zugleich Mittelpunk für uns Hobbyisten sowie Anziehungspunkt für unsere Besucher. In unserer Küche kann man uns beim Kochen beobachten und viel über das Thema Ernährung und Essen erfahren.